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Die Bamberger Mannschaft: (von links) Coach Tushar Sikdar, Martin Spörlein, Thilo Mordt, Gregor Spörlein, Bastian Schorr, Jonas Mursak

Rekordjagd in Berlin

Die diesjährigen deutschen Kurzbahnmeisterschaften in Berlin standen ganz unter dem Zeichen neuer Rekorde. Wohl am eindrucksvollsten ist hier auch der neue Weltrekord von Sarah Köhler über 1500 Meter Freistil zu nennen. Neben etlichen weiteren deutschen Rekorden und Altersklassenrekorden lieferten auch die Bamberger Schwimmer neue Bestmarken ab.

Hier sind zuerst einmal die Staffeln zu nennen. Nachdem Martin Spörlein, Bastian Schorr, Thilo Mordt und Gregor Spörlein im letzten Jahr den 3. Platz über 4×50 Meter Freistil erringen konnte, gingen sie dieses Jahr in gleicher Aufstellung auf der Mittelbahn an den Start. Da diesmal auch alle WM-Teilnehmer wieder am Start waren, war das Feld deutlich stärker besetzt. Trotzdem schwammen die Bamberger noch einmal stärker als im vergangenen Jahr, sicherten sich hinter den Bundesstützpunkten aus Berlin, Potsdam und Essen den vierten Platz und ließen wieder einige andere große Vereine ganz schön klein aussehen. Nennenswert ist hier vor allem die geschwommene Zeit. Mit 01:29,99 blieben sie als erste Bamberger Staffel unter der Marke von 01:30 Minuten und verbesserten ihren Vereinsrekord vom Vorjahr. Zudem schwamm Martin Spörlein bereits hier als Startschwimmer einen neuen Bamberger Vereinsrekord über 50 Meter Freistil in 22,10 Sekunden. Auch in der Lagenstaffel pulverisierten Bastian Schorr, Jonas Mursak, Gregor und Martin Spörlein den bestehenden Vereinsrekord um beinahe 2 Sekunden und erreichten in 01:40,96 Minuten den 7. Platz.

Ein Mammutprogramm hatte bei den diesjährigen Meisterschaften wieder Gregor Spörlein zu absolvieren. So ging er neben den Staffeln über 50, 100 und 200 Meter Freistil, sowie 50 und 100 Meter Schmetterling an den Start und qualifizierte sich über 50 und 100 Meter Freistil für das A-, auf den anderen Strecken für das B-Finale. Über 200 Meter Freistil verbesserte er bereits im Vorlauf seinen eigenen Vereinsrekord auf 01:47,51 Minuten. Im Finale übertrumpfte er diese Marke dann nochmal mit 01:47,07 und errang den zweiten Platz im B-Finale. Über die 100 Meter Freistil schwamm er im Finale erneut einen Rekord mit 48,64 Sekunden und schlug als 8. des A-Finales an. Über die 50 Meter Freistil startete er neben seinen Bruder und schlug in 22,22 Sekunden als 7., eine hundertstel Sekunde unter Martins Rekord aus dem vergangenen Jahr an.

Gregor (2. von unten) und Martin Spörlein (1. von unten) beim Start über 50 Meter Freistil

Martin Spörlein war auch dieses Jahr wieder für einen regelrechten Krimi gut. Mit seinem neuen Vereinsrekord über 50 Meter Freistil aus der Staffel am Vortag schwamm er im Vorlauf über diese Strecke „nur“ auf den 8. Rang, zeitgleich mit Josha Salchow aus Heidelberg. Da dieser zugunsten von Martin zurückzog, startete er direkt neben seinen Bruder Gregor und zeigte, dass sein Startplatz im A-Finale seine Berechtigung hatte. Mit 22,05 Sekunden Schwamm er auf den 4. Rang und verbesserte damit auch seinen Vereinsrekord vom Vortag erneut um 5/100 Sekunden. Auf den 100 Meter Freistil zeigte Martin ebenfalls was in Ihm steckt und schwamm in 50,08 Sekunden eine neue persönliche Bestmarke.

Auch der Oldie der Mannschaft, Bastian Schorr zeigte nach seiner Trainingspause in der zweiten Hälfte der vergangenen Saison, dass immer noch mit ihm zu rechnen ist und erreichte über die Freistilstrecken von 50 bis 400 Meter abermals seine Bestmarken aus dem vergangenen Jahren. In der Lagenstaffel startete er über die 50 Meter Rücken sogar mit einer neuen persönlichen Bestleistung. Auch Thilo Mordt und Jonas Mursak zeigten mit je einem Start über 50 Meter Freistil, beziehungsweise 100 Meter Brust, dass man sie noch lange nicht abschreiben kann und überzeugten beide mit neuen Saisonbestmarken. Mit den geschwommenen Zeiten und erreichten Platzierungen zeigte sich Coach Tushar Sikdar mehr als zufrieden und zog ein durch und durch positives Fazit aus den diesjährigen deutschen Meisterschaften. Denn am Ende steht auch wieder der Anfang und die Vorbereitung auf den nächsten Höhepunkt, an welchem dann die gesamte Mannschaft mit ihrem Coach hoffentlich gesund und erfolgreich um den erneuten Klassenerhalt in der 2. Bundesliga kämpfen wird.

BSC