die erfolgreichen Bamberger Athleten: Gregor (links) und Martin Spörlein (rechts) mit Coach Tushar Sikdar (mitte)

Spörlein-Brüder mit großen Erfolgen bei den Deutschen Meisterschaften im Schwimmen

Bei dem Event „Die Finals Berlin“, welches 2019 erstmals ausgetragen wurde, gingen über die Wettkämpfe im Schwimmen auch zwei Athleten der SG Bamberg an den Start und machten mit herausragenden Leistungen auf sich aufmerksam.

Als eine von 10 Sportarten waren die Deutschen Meisterschaften im Schwimmen dieses Jahr Teil des Events „Die Finals Berlin 2019“. Während unter anderem in der Leichtathletik, dem Bahnradfahren oder dem Triathlon die besten Sportler ermittelt wurden, trafen auch in der Schwimm- und Sprunghalle im Europasportpark rund 460 Athleten aufeinander, um sich die Deutschen Meistertitel im Beckenschwimmen zu erkämpfen. Die Startgemeinschaft Bamberg wurde von den Brüdern Gregor und Martin Spörlein unter der Betreuung von Trainer Tushar Sikdar hochklassig vertreten.

Der Freistilsprinter Martin Spörlein setzte dabei ein absolutes Highlight aus Sicht des Bamberger Schwimmsports. Über die 50 Meter Freistildistanz qualifizierte er sich am Sonntagmorgen bereits mit einer persönlichen Bestzeit als viertschnellster Schwimmer aller Vorläufe für das A-Finale. Als letzte Entscheidung der Schwimmwettbewerbe startete am Nachmittag dann das Finale der schnellsten Acht. Nur vier Hundertstelsekunden entschieden letztendlich über Platz drei oder fünf. Mit gerade einmal zwei Hundertstel Rückstand auf den Drittplatzierten durfte sich Martin Spörlein hier über einen hervorragenden vierten Platz in einem, mit zwei Jugendeuropameistern, hochkarätig besetzten Feld freuen. Als einer von fünf Schwimmern unterbot der 22-jährige dabei die 23-Sekunden-Marke und stellte mit einer erneuten persönlichen Bestzeit von 22,79 Sekunden einen neuen Vereinsrekord auf der 50-Meter-Bahn auf. Noch am selben Tag schwamm er außerdem die doppelte Distanz über 100 Meter Freistil, die er mit einer weiteren persönlichen Bestzeit von 52,87 Sekunden in den Top 30 beendete.

Martin Spörlein in Aktion

Für seinen älteren Bruder Gregor fingen die Wettkämpfe mit einem deutlich größeren Programm ein paar Tage früher an. Nach einer ordentlichen Leistung über 100 Meter Schmetterling kam er im Verlauf der Deutschen Meisterschaften immer besser in Form und verpasste am dritten Tag die Finals über 200 Meter Freistil als 18. nur denkbar knapp, wobei mit den deutschen WM-Teilnehmer aus Gwangju diese Distanz besonders hochklassig besetzt wurde. Waren seine ersten beiden Starts noch auf drei Tage verteilt, so lagen seine restlichen drei Strecken alle am vierten und damit dem letzten Tag der Schwimm-DM. Mit den Wettbewerben über 100 Meter Freistil, 50 Meter Schmetterling sowie 50 Meter Freistil hatte er ein hartes Programm zu absolvieren. Doch er konnte seine hervorragende Form eindrucksvoll unter Beweis stellen und zog über alle drei Strecken jeweils in das B-Finale ein, in welchem die Plätze 9 bis 16 gegeneinander antreten. Obwohl alle drei B-Final-Läufe in einem Zeitfenster von gerade einmal rund 30 Minuten lagen, entschied er sich, über alle Strecken an den Start zu gehen und legte seinen Fokus auf die 100 Meter Freistil. Hier verbesserte er seine Zeit aus den Vorläufen und schwamm mit einer Zeit von 51,32 Sekunden in die Top 10 der deutschen Freistilschwimmer. Auch in den Endläufen über die 50-Meter-Strecken bestätigte er trotz der hohen Belastung seine Zeiten aus den Vorläufen und erzielte gute Ergebnisse.

Insgesamt waren die Titelkämpfe in Berlin nicht nur für die Bamberger Aktiven ein Erfolg, auch das Gesamtevent „Die Finals Berlin 2019“ fanden bei den Athleten, sowie den Veranstaltern und den Medien viel positiven Anklang. Durch die Einbindung der Schwimmwettkämpfe in die Finals konnte so die Schwimmhalle im Europasportpark an mehreren Tagen ausverkauft werden und an Samstag und Sonntag übertrugen ARD und ZDF die A-Finals live im Fernsehen. Besonders für den Schwimmsport, der in der öffentlichen Wahrnehmung nicht stark präsent ist, ist das eine sehr positive Entwicklung. Eine Wiederholung wird es jedoch nächstes Jahr aufgrund der Olympischen Sommerspiele, sowie der Fußball-EM vorerst nicht geben, eine Neuauflage im Jahr 2021, bzw. eine Durchführung im Zweijahresrythmus steht jedoch schon im Raum.

MSP