Martin Spörlein (mitte), flankiert von seinem Bruder Gregor (links) und Manuel Genster (rechts) aus München bei der Siegerehrung über 50 m Freistil

Bamberger Freistilspezialisten trumpfen in Bayern auf

Nürnberg – Am vergangenen Wochenende wurden im Nürnberger Langwasserbad die Wettbewerbe um die Titel der Bayerischen Meister auf der Kurzbahn 2019 ausgetragen. Mit 5 Titeln, insgesamt 10 Podestplätzen und drei neuen Vereinsrekorden kann sich das Ergebnis der Bamberger Schwimmer dabei durchaus zeigen lassen.

Allen voran stehen dabei die Leistungen von Gregor Spörlein, der alleine für drei Titel und insgesamt 6 Podestplätze verantwortlich war. Über seine Paradestrecke, die 200 m Freistil ließ er dabei der Konkurrenz keine Chance und gewann das Finale mit fast 5 Sekunden Vorsprung in einer Zeit von 1:49,76 Minuten vor Adrien Cara aus Hohenbrunn-Riemerling und seinem Vereinskollegen Bastian Schorr. Auch über die halbe Distanz ließ er vor Manuel Genster aus München und Martin Spörlein aus Bamberg nichts anbrennen und verfehlte in einer Zeit von 50,18 Sekunden nur knapp die 50 Sekunden Marke. Den dritten Titel sicherte er sich in 2:07,57 über 200 m Schmetterling. Daneben errang er noch über 50 m und 100 m Schmetterling die Silbermedaille.

Über 50 m Freistil konnte sich dieses Jahr niemand gegen Martin Spörlein, den 4. der Deutschen Meisterschaften auf der Langbahn behaupten. In 22,79 Sekunden gewann er das Finale, fast 0,5 Sekunden vor seinem Bruder Gregor Spörlein, der sich mit nur einer hundertstel Sekunde Vorsprung vor Manuel Genster in 23,12 Sekunden seine dritte Silbermedaille sicherte. Seine hervorragende Form bewies Martin Spörlein dann noch mit der bereits erwähnten Bronzemedaille über die 100 m Freistil, in einer guten Zeit von 52,49 Sekunden. Auch der älteste Bamberger Schwimmer, Bastian Schorr stellte ein weiteres Mal klar, dass man auch heute noch mit ihm zu rechnen hat und errang über 200 m Freistil in einer Zeit von 1:54,88 Minuten die Bronzemedaille und über die 400 m Freistil in 4:07,35 Minuten den vierten Platz.

Nikita Bergmann vor dem Wettkampfbecken, die neue Bamberger Rekordhalterin über die drei Bruststrecken

Gleich dreimal ist Nikita Bergmann knapp am Podest und der Pflichtzeit für die deutschen Kurzbahnmeisterschaften vorbei geschwommen. Umso erfreulicher ist es, dass sie über 50 m Brust in 33,71 Sekunden, 100 m Brust in 1:13,29 Minuten und 200 m Brust in 2:38,78 Minuten neue persönliche Bestzeiten und Vereinsrekorde geschwommen ist, welche vorher teilweise schon 12 Jahre Bestand hatten. Über die 100 m und 200 m Brust sicherte sie sich damit den undankbaren 4. Rang, über 50 m Brust wurde sie 5. Auch Leila Jafoui, Maja Lehner, Isabel Linß, Ella Vornlocher und die Jüngste Bamberger Schwimmerin, Josefin Krefft zeigten hervorragende Leistungen und schwammen alle mindestens einmal persönliche Bestzeiten.

Wie immer waren auch dieses Jahr die Staffeln ein großes Highlight bei den Bayerischen Meisterschaften. Nicht zuletzt für den Bamberger Youngster Josefin Krefft, welche in den Mixed-Staffeln mit den „großen Jungs“ an den Start gehen durfte. Dabei gewann die Lagen Staffel mit Bastian Schorr, Nikita Bergmann, Gregor Spörlein und Josefin Krefft ihren Lauf knapp und erreichte einen guten 6. Platz. In der Freistil-Staffel ging es dann doch noch deutlich knapper zu. So gaben Martin Spörlein, Nikita Bergmann, Gregor Spörlein und Josefin Krefft alles und verfehlten am Ende den dritten Rang nur um zwei zehntel Sekunden.

Die Mannschaft der SG Bamberg (mitte) von links Gregor Spörlein (unten),  Jonas Mursak (oben), Bastian Schorr (oben) und Martin Spörlein (unten) flankiert von den Mannschaften aus Burghausen (links) und Vaterstetten (rechts) bei der Siegerehrung über 4×50 m Freistil

Auch bei den männlichen Mannschaften stellte die SG Bamberg je eine Staffel in 4×50 m Lagen und Freistil. In der 4×50 m Lagenstaffel mussten sich Bastian Schorr, Markus Linß, Gregor Spörlein und Martin Spörlein dabei jedoch knapp den Mannschaften aus Ingolstadt, Burghausen und München geschlagen geben und schlugen als 4. an. Bei der Freistilstaffel ging die Bamberger Mannschaft als Titelverteidiger und 3. Deutscher Meister an den Start und zeigte ihre deutliche Überlegenheit in Bayern. So gewannen Martin Spörlein, Bastian Schorr, Jonas Mursak und Gregor Spörlein mit beinahe 5 Sekunden Vorsprung den Bayerischen Meistertitel über die 4×50 m Freistil.

Zusammengefasst also ein sehr erfolgreicher Wettkampf für die Bamberger Mannschaft, nach dem sich die Bamberger Topschwimmer nun voll in die Vorbereitung um die nationalen Titelkämpfe begeben können. Aber auch für die anderen Bamberger Schwimmer ist das Jahr noch nicht abgelaufen, da zeitgleich mit den deutschen Meisterschaften die deutschen Mannschaftsmeisterschaften der Jugend auf dem Programm stehen. So kann Coach Tushar Sikdar mit Zuversicht auf das vergangene Wochenende zurückblicken und den Fokus nun voll auf die kommenden Wettkämpfe im November legen.

BSC